Ankündigung der Queer Pride Dresden

Am 20. Juni wird erneut die Queer Pride in Dresden stattfinden. Die Parade für eine starke queere Community startet um 14 Uhr am Schlesischen Platz. Es werden mehrere Tausend Teilnehmende erwartet.
Am Abend folgt eine Pride-Party im Club oka.

Dresden, den 18.06.2026

Am kommenden Samstag findet bereits zum sechsten Mal die Queer Pride als bunte und laute Demonstration für die Rechte queerer Menschen statt.

Die Pride-Parade startet um 14 Uhr am Bahnhof Neustadt und wird über Augustusbrücke und Terassenufer am Landgericht vorbei zum Alaunpark ziehen. Die gewählte Route ist 5 Kilometer lang und barrierearm. Im Anschluss an die Demonstration findet ab 20 Uhr die Aftershow im Club oka statt. Besucher*innen könnten sich bei diesem Höhepunkt queerer Kultur in Dresden auf ein vielfältiges und heißes Programm freuen.

„Unser Motto für dieses Jahr heißt ‚PrEPen for Crisis – prophylaktisch antifaschistisch‘. Damit verweisen wir das Medikament PrEP, das vor HIV-Infektionen schützt. Denn während der AIDS-Krise der 1980er Jahre wurde Trauer, Wut und Angst kollektiviert und in Taten umgesetzt. Hier wurde Pflege gemeinschaftlich organisiert und in direkten Aktionen der Status Quo umgeworfen. Darin sehen wir Herde der Hoffnung dafür auch für die Zukunft.“ so Jascha D. von der Queer Pride Dresden.

Organisiert wird die Pride von vielen unterschiedlichen Queers aus Dresden und Umgebung. Anlass für die Organisation der ersten Queer Pride 2021 war die Frustration über den geringen politischen Anspruch anderer queerer Events in Dresden.

Jascha zu den politischen Kernpunkten der Queer Pride 2026:
„Wir haben keine vorgefertigten Allheilslösungen für die Widersprüche unserer Zeit. Doch wir wollen uns von den Krisen nicht verhärten und spalten lassen. Wir möchten stattdessen Bande aufzubauen, die auch durch beschissene Zeiten halten. Nur indem wir einander stärken, einander halten und aushalten, können wir Widerstand organisieren. „

Die Organisator*innen der Queer Pride Dresden drängen auf Widerstand gegen eine autoritäre Wende.
„Die beste Immunisierung gegen die Faschisierung und autoritäre Wende unserer Gesellschaft sind starke Communities, die füreinander Verantwortung übernehmen und Wissen teilen.“

Neben dem politischen Anspruch wird auch queere Kultur nicht zu kurz kommen. Dieses Jahr steht die Afterparty unter dem Motto: „Too Hot To Handle!“. Es gibt eine Performance queerer Artists, punkige Livemusik und elektronische Ekstase auf drei Dancefloors. Begleitet wird das Programm von zahlreichen Ständen zu sexueller Gesundheit, queerer Selbstorganisation und Solidaritätskampagnen.