Pressemitteilung zur Pride 2026!

Ein Demozug mit einem Fronttransparent, dass sagt: Queerfeminismus! Prophylaktisch antifaschistisch.

Am Samstag, den 20.6.2026 fand die sechste Queer Pride Dresden statt. Rund 2000 Menschen zogen unter dem Motto „PrEPen for Crisis – prophylaktisch antifaschistisch“ durch Dresden. Es folgte eine ekstatische Afterparty mit vielfältigem Programm.

Dresden, den 20.06.2026

Am Samstag, den 20. Juni 2026 fand die sechste Queer Pride Dresden statt. Rund 2000 Menschen zogen unter dem Motto „PrEPen for Crisis – prophylaktisch antifaschistisch“ durch die Dresdner Innnenstadt. Neben vielen Queers aus der Landeshauptstadt beteiligten sich auch gemeinsam angereiste Gruppen, unter anderem aus Freiberg und Bautzen sowie Tschechien und Polen an der Demonstration.

Auf den Truck der Queer Pride Dresden folgte der Block von „House of Them“, die insbesondere die queere BIPOC Community in Dresden repräsentierten, den Abschluss bildete der Truck vom „Queer Monday“. Neben den Lautsprecherwagen waren auch drei Lastenräder unterwegs. Eines verteilte gegen die Hitze Eistee, ein anderes fungierte als mobile Bibliothek, bei welcher Zines – selbst gedruckte Publikationen – zu queerpolitischen Themen erstanden werden konnten. Das dritte war aus Bautzen angereist und erfreute die Menge mit Seifenblasen und Musik.

Bild von erhöhter Position von einer großen Menschenmasse (mehrere hundert) am Elbufer. Es sind viele Bunte Schirme zu sehen.

Mit verschiedenen Flaggen und Bannern wurden queerpolitische, feministische und antifaschistische Forderungen präsentiert. Zudem waren politische Reden von Gruppen wie „Schülis gegen Rechts“, dem CSD Döbeln und der Abschiebehaft-Kontaktgruppe Teil des Programms. Am Terassenufer wurde der Zug von Konfetti und einem spontan entrollten Banner begrüßt, das die Freilassung der in Ungarn in Isolationshaft gehaltenen nichtbinären Antifaschist*in Maja forderte.

Ein Versuch des extrem rechten Politaktivisten Max Schreiber, die Abschlusskundgebung zu stören, war nicht erfolgreich. Mit antifaschistischen Slogans wurde der unwillkommene Störenfried aus der Dresdner Neustadt verabschiedet.

„Unser Motto ‚PrEPen for Crisis – prophylaktisch antifaschistisch‘ verweist auf das Medikament PrEP, das vor HIV-Infektionen schützt. Wir erinnern damit an die Zeiten der AIDS-Krise der 1980er Jahre. Damals wurde Trauer, Wut und Angst kollektiviert und in Taten umgesetzt. Angesichts zunehmender Krisen und autoritären politischen Tendenzen wollen wir an diese wichtige Community-Arbeit anknüpfen.“ erklärt Jascha D. von der Queer Pride Dresden.

„Mit der heutigen Pride ist es uns gelungen, die vielfältige queere Community und ihre Themen zusammen zu führen. Die Redebeiträge zeigen, dass es darum gehen muss, die Verbindungen zwischen verschiedenen Unterdrückungsformen zu erkennen, statt sie gegeinander auszuspielen. Für uns ist klar: Nur indem wir einander stärken, einander halten und aushalten, können wir wirksamen Widerstand dagegen organisieren.“ Aus den Kreisen der polnischen Queers hieß es ergänzend „Pieprzyć policję!“

„Queers gibt es in allen möglichen Lebenslagen und Facetten. Das, was uns das Leben schwer macht, macht es auch vielen anderen schwer. Wir gehen daher nicht nur für uns selbst auf die Straße, sondern für das gute Leben für alle!“, so Jascha abschließend.

Eine Party im Club „objekt klein a“ im Industriegelände Dresden rundete den Tag mit Performances queerer Künstler*innen, punkiger Livemusik und elektronischen Beats ekstatisch ab. Die nächste Dresdner Queer Pride wurde für den 26.06.2027 angekündigt.