{"id":1855,"date":"2026-02-06T14:15:09","date_gmt":"2026-02-06T12:15:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.queerpridedd.org\/?p=1855"},"modified":"2026-02-06T15:04:47","modified_gmt":"2026-02-06T13:04:47","slug":"solidaritaet-mit-maja-free-all-antifas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.queerpridedd.org\/index.php\/2026\/02\/06\/solidaritaet-mit-maja-free-all-antifas\/","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4t mit Maja \u2013 free all Antifas!"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 4.2.2026 wurde im budapester Schauprozess gegen Maja T. und zwei andere Antifaschist*innen das Urteil verk\u00fcndet: <a href=\"https:\/\/www.basc.news\/statement-des-soli-komitees-zum-urteil-gegen-maja-am-04-02-2026\/\">8 Jahre Haft unter versch\u00e4rften Haft- und Sicherheitsbedingungen<\/a>. Wir stehen an der Seite der Angeklagten und kritisieren den politischen Verfolgungswillen des ungarischen Staats. Wir fordern die Freilassung von Maja, die R\u00fcckf\u00fchrung nach Deutschland und ein Ende der politisch motivierten Kriminalisierung von antifaschistischem Engagement!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir dokumentieren unseren Redebeitrag von der Solidemo in Dresden und m\u00f6chten euch auch <a href=\"https:\/\/www.basc.news\/kein-letztes-wort-majas-rede-zum-prozessende\/\">Majas tolle Rede zum Prozessende<\/a> vor Gericht zum Nachlesen an&#8217;s Herz legen!<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-style:italic;font-weight:400\">Maja ist noch immer nicht zuhause. Maja wurde rechtswidrig ausgeliefert und wird einem Schauprozess ausgesetzt. Dabei wurde Majas Schuld f\u00fcr Anklage, Presse und \u00d6ffentlichkeit schon l\u00e4ngst entschieden, bevor heute das ungerechte Urteil gefallen ist.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-style:italic;font-weight:400\">Maja wird als Antifaschist:in verfolgt. Gleichzeitig gehen Faschisten auf die Stra\u00dfe und geben offen zu, dass sie nicht weniger als den Tod ganzer Menschengruppen wollen. Gleichzeitig planen Faschisten immer wieder den bewaffneten Umsturz unseres Staates und bauen ihn jetzt schon von innen um. Gleichzeitig billigt eine b\u00fcrgerliche Regierung tausende Tode im Mittelmeer, die schon heute jeder rechtsextremen Vernichtungsphantasie gerecht werden. Diese Gleichzeitigkeit macht uns krank.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-style:italic;font-weight:400\">Wir haben noch dazu Angst um Maja. Maja muss als queere und non-bin\u00e4re Person in einem zutiefst queer-feindlichen System die Haft ertragen. In Ungarn werden Informationen \u00fcber queere Menschen als Propaganda bezeichnet und ihre Verbreitung eingeschr\u00e4nkt. CSDs wurden verboten und ein Gesetz erlassen, welches es erm\u00f6glicht, homosexuelle Paare anonym bei den Beh\u00f6rden zu verleumden. Ebenso hat Ungarn die Verfassung so ge\u00e4ndert, dass ein Mensch ausschlie\u00dflich als Mann oder Frau definiert werden darf. Der Staat entrechtet damit intergeschlechtliche und nichtbin\u00e4re Menschen. Dies ist ein fundamentaler Angriff auf die Selbstbestimmung der eigenen Identit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-style:italic;font-weight:400\">Maja wird unmenschlichen Haftbedingungen ausgesetzt, die dem\u00fctigen und brechen sollen. Zu Recht wird Isolationshaft als wei\u00dfe Folter bezeichnet. Der systematische Entzug von menschlichem Kontakt hinterl\u00e4sst keine k\u00f6rperlichen, sehr wohl aber enorme psychische Spuren. Nur zwei Stunden im Monat d\u00fcrfen Familienangeh\u00f6rige Maja besuchen. Im Knast soll Majas Verbindung zur Welt abgeschnitten werden. Sogar der Horizont, den man durch das Fenster im Knast kaum sieht, wurden Maja genommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-style:italic;font-weight:400\">Wir lassen das nicht zu. Wir sind heute laut, damit die Mauern, die uns und Maja trennen, f\u00fcr einen Moment einbrechen. Jeder Brief in den Knast, jedes Free Maja, jede Demo, jeder gef\u00fcllte Platz im Gerichtssaal ist ein Moment der Solidarit\u00e4t, der seinen Weg durch die kleinsten Spalten in den Knast findet.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-style:italic;font-weight:400\">Unsere Solidarit\u00e4t gilt Maja, aber sie gilt auch den anderen Angeklagten im Budapest-Komplex. Free Hanna, Zaid, Paula, Emilie, Nele, Moritz, Clara, Free Luca. Und unsere Solidarit\u00e4t gilt auch allen anderen Gefangenen, die hier und anderswo f\u00fcr Industrien schuften, in Ersatzfreiheitsstrafen ihre Armut absitzen und durch den Knast aus dem Leben gerissen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-style:italic;font-weight:400\">An alle, die zuh\u00f6ren und zweifeln, dass der Schauprozess gegen Maja sie etwas angeht. An alle die zuh\u00f6ren und zweifeln, dass ungerechte Prozesse und unmenschliche Zust\u00e4nde in Kn\u00e4sten sie etwas angehen. Euch m\u00f6chten wir sagen, dass wir alle mit jeder Ungerechtigkeit und jeder Peinigung mitgemeint sind. Jeder Angriff auf die Rechte und die W\u00fcrde von Gefangenen greift auch unsere Rechte und unsere W\u00fcrde an. Der Deutsche Staat hat in der Auslieferung von Maja seine eignen Regeln gebrochen \u2013 was h\u00e4lt ihn ab, es wieder zu tun, bei dir und bei mir?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-style:italic;font-weight:400\">Es gibt darauf nur eine Antwort: Stehen wir zusammen, um diese Angriffe gemeinsam abzuwehren!<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-style:italic;font-weight:400\">Free Maja, free all antifas, free all prisoners!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 4.2.2026 wurde im budapester Schauprozess gegen Maja T. und zwei andere Antifaschist*innen das Urteil verk\u00fcndet: 8 Jahre Haft unter versch\u00e4rften Haft- und Sicherheitsbedingungen. Wir stehen an der Seite der Angeklagten und kritisieren den politischen Verfolgungswillen des ungarischen Staats. 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