{"id":1569,"date":"2025-02-16T00:19:13","date_gmt":"2025-02-15T22:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.queerpridedd.org\/?p=1569"},"modified":"2025-02-16T00:19:14","modified_gmt":"2025-02-15T22:19:14","slug":"kaelte-und-waerme-rund-um-den-13-februar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.queerpridedd.org\/index.php\/2025\/02\/16\/kaelte-und-waerme-rund-um-den-13-februar\/","title":{"rendered":"K\u00e4lte und W\u00e4rme rund um den 13. Februar"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir freuen uns, dass am 13. und 15. Februar so viele Menschen entschlossen gegen den geschichtsvergessenen Opfermythos und den Nazi-Fackelmarsch protestiert haben. Bitte denkt auch daran, dass am 16.02. der <a href=\"https:\/\/slag-aus-ns.de\/termine\/rassismus-per-gesetz-mahngang-taeterinnenspuren-2025\/\">Mahngang T\u00e4ter*innenspuren<\/a> stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir dokumentieren hier unsere Rede zu diesem Anlass:<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Freund*innen, liebe Antifaschist*innen,<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist heute kalt, hier am Altmarkt in Dresden. Vielleicht zittert ihr, weil ihr schon mit einer der Zubringerdemos lange durch den eisigen Februarwind gelaufen seid. Aber vielleicht ist es auch nicht nur das Wetter, das euch zu schaffen macht. Es wird uns kalt im Herzen, wenn wir an die Ausgrenzung in Deutschland denken, wenn wir an die Abschottung in Europa denken. Und m\u00f6glicherweise zittert ihr eher vor Wut gegen\u00fcber der AfD, die diese unmenschliche K\u00e4lte weiter vorantreiben will?<\/p>\n\n\n\n<p>Diese faschistische Partei ist heute auch wieder unterwegs. Sie will den Opfermythos zementieren und die Geschichte verleugnen. Aber die AfD will nicht nur die Zerst\u00f6rungen der Vergangenheit umdeuten, sie will auch unsere Zukunft zerst\u00f6ren. Vor einem Monat hat sie in Riesa ihr Programm f\u00fcr die Bundestagswahl beschlossen. Ihre Pl\u00e4ne strotzen dabei vor Sozialabbau, Entrechtung und Ausgrenzung. Die Forderungen richten sich gegen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, sind zutiefst antifeministisch und transfeindlich. Sie stehen gegen alles, was wir uns f\u00fcr eine bessere Zukunft w\u00fcnschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau deswegen waren wir mit tausenden in Riesa, um ihre Pl\u00e4ne zu blockieren. Und genau deswegen stehen wir von der Queer Pride Dresden auch heute wieder mit euch Schulter an Schulter in der K\u00e4lte. Zusammen zeigen wir, was wir von extrem rechter Politik halten: n\u00e4mlich \u00fcberhaupt nichts! Und eure Solidarit\u00e4t spendet mehr als genug W\u00e4rme, um heute gut durch den Abend zu kommen. Unser gemeinsames, entschlossenes Handeln gegen Geschichtsrevisionismus, Rassismus, und Sexismus st\u00e4rkt unsere Kraft. Euer Einsatz macht uns Mut, weiter f\u00fcr eine gerechte Gesellschaft zu k\u00e4mpfen. Dass so viele Menschen politisch aktiv sind, befeuert die Flamme der Hoffnung in diesen ungewissen Zeiten!<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Dank daf\u00fcr euch allen!<\/p>\n\n\n\n<p>Als Queer Pride Dresden wirken wir seit 2020 auf ganz unterschiedlichen Wegen auf eine bessere Zukunft hin. Wir setzen uns f\u00fcr eine starke queere Community ein. F\u00fcr queere Sichtbarkeit im Alltag, f\u00fcr selbstbewusste Forderungen in der Politik. Wir kritisieren seit unserer Gr\u00fcndung rechte Parteien und faschistische Akteur*innen. Wir stellen uns gegen all jene gesellschaftlichen Bewegungen, die soziale und politische R\u00fcckschritte erzwingen wollen. Wir k\u00e4mpfen gegen patriarchale Ideologie und Antifeminismus. Nicht weil es uns so Spa\u00df macht, st\u00e4ndig mit Hass und Hetze konfrontiert zu sein, sondern weil wir das seit Langem endg\u00fcltig leid sind.<\/p>\n\n\n\n<p>In vielen Staaten besteht die Gefahr, dass einmal erk\u00e4mpfte Rechte wieder abgeschafft werden. Hitlerfan Musk und Diktator Trump versuchen sich gerade in den USA in der praktischen Umsetzung der faschistischen Dystopie.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau wie Trump will auch die AfD will nicht, dass queere Menschen irgendwo vertreten sind. Sie wollen uns nicht in der Politik, sie wollen uns nicht in der \u00d6ffentlichkeit oder in den Medien, sie wollen uns nicht in den Schulen oder in den Kitas und schon gar nicht in der heiligen idyllischen christlichen wei\u00dfen Kleinfamilie. Sie wollen einfach nicht, dass wir existieren. Es handelt sich hier um ein grundlegend reaktion\u00e4res, rechtes und sogar faschistisches Projekt. Diesem m\u00fcssen wir uns auf allen Ebenen entschlossen entgegen stellen!<\/p>\n\n\n\n<p>Was wir tun k\u00f6nnen \u2013 was wir tun m\u00fcssen! \u2013 ist, weiterhin f\u00fcr Gleichberechtigung zu k\u00e4mpfen. Ein Ende der Diskriminierung von Vielfalt einzufordern. F\u00fcr unsere Rechte und f\u00fcr uns selbst einstehen. F\u00fcr all jene laut sein, die nicht frei demonstrieren k\u00f6nnen. Zusammen f\u00fcr diejenigen eintreten, die sich aus Angst vor Gewalt nicht outen wollen!<\/p>\n\n\n\n<p>Vereinzelt und alleine wird es uns nicht gelingen, der allt\u00e4glichen Queerfeindlichkeit, Sexismus oder der Ausbeutung auf Arbeit den Kampf anzusagen. Vereinzelt und alleine wird es uns nicht gelingen, unterdr\u00fcckte Menschen vor R\u00e4umungen, Abschiebungen und struktureller Gewalt zu sch\u00fctzen. Aber wenn wir uns zusammenschlie\u00dfen, dann werden wir das rechte Gebr\u00fcll \u00fcbert\u00f6nen, dann k\u00f6nnen wir etwas ver\u00e4ndern!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir stehen heute mit euch genau f\u00fcr diese Vielfalt und Menschenrechte. Und das gibt uns Mut. Es gibt uns Zuversicht, dass wir als queere, als antifaschistische, als feministische Bewegung zusammen stehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben f\u00fcr die Pride dieses Jahr in Dresden ein ziemlich simples Motto: &#8222;QUEER AND ANTIFASCIST \u2013 unsere Br\u00fccken halten!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Weil wir finden: Antifaschismus und queere Befreiung, das geh\u00f6rt unteilbar zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil wir wissen: wir k\u00f6nnen den Kampf um eine Zukunft in W\u00fcrde, Freiheit und Vielfalt nur gewinnen, wenn wir solidarisch zusammenhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Br\u00fccken sind st\u00e4rker als Leistungszwang, Ausgrenzung und Abwertung. Aber wir m\u00fcssen diese Br\u00fccken vor populistischer S\u00e4ure sch\u00fctzen, die in kleine Spalten eindringen und solidarische Verbindungen ver\u00e4tzen will.<\/p>\n\n\n\n<p>Also geht wie heute weiter auf die Stra\u00dfe, organisiert euch mit uns und leistet gegen diese Zust\u00e4nde Widerstand. Steht eurer Kolleg*in of Colour solidarisch zur Seite. Besetzt R\u00e4ume, streikt, blockiert Abschiebungen und Naziaufam\u00e4rsche. F\u00fcr eine Zukunft ohne Hass, Gewalt und Ausbeutung! Hier in Dresden, \u00fcberall in Deutschland und auf der ganzen Welt!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00e4mpfen weiter f\u00fcr Gerechtigkeit! Und wenn wir dabei gegenseitig f\u00fcreinander einstehen werden wir diesen Kampf auch gewinnen, dann werden unsere Br\u00fccken halten!<\/p>\n\n\n\n<p>Euch allen einen herzlichen Dank, dass ihr heute hier seid! Kommt gut durch den Abend und sicher nach Hause. Wir w\u00fcnschen euch viel Kraft und Motivation f\u00fcr kommenden Samstag und das vor uns liegende Jahr. Und wenn ihr m\u00f6chtet, kommt am 21.06. gerne nach Dresden zur Queer Pride. Wir versprechen euch, dass ihr da weder vor K\u00e4lte noch vor Wut zittern m\u00fcsst.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch heute hei\u00dft es erstmal f\u00fcr uns alle zusammen:<br>Schulter an Schulter f\u00fcr mehr soziale W\u00e4rme!<br>Schulter an Schulter f\u00fcr unsere Zukunft!<br>Schulter an Schulter gegen den Faschismus!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir freuen uns, dass am 13. und 15. Februar so viele Menschen entschlossen gegen den geschichtsvergessenen Opfermythos und den Nazi-Fackelmarsch protestiert haben. Bitte denkt auch daran, dass am 16.02. der Mahngang T\u00e4ter*innenspuren stattfindet. Wir dokumentieren hier unsere Rede zu diesem Anlass: Liebe Freund*innen, liebe Antifaschist*innen, Es ist heute kalt, hier am Altmarkt in Dresden. 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